2012-12-15 Turbos4 800

In den Essener Badlands gelegen, finden sich meine Begleitung und ich in einem evangelischen Pfarrzentrum wieder – Entgegen meiner Erwartung ist das Cafe Nova aber eine super Location: kleine feine Bühne, kleiner Saal mit Theke, Licht und Haus-PA vorhanden, Platz für über 200 Leute, Rauchen erlaubt, Stauder-Pils vom Fass für 2,70€ der halbe Liter (im Glas!), motiviertes Personal, bzw. Helfer usw. TURBOSTAAT haben sich kurzfristig noch zu ein paar deutschlandweiten Konzerten angemeldet und bringen an diesem Abend die Herforder/Bielefelder KRAWEHL als Support mit.

KRAWEHL starten gegen 20:30 Uhr ein bravouröses knackiges Set, dass die herausragenden Songwriterqualitäten des Trios unterstreicht. Vom zahlreichen Publikum wohlwollend aufgenommen fordern Jörn, Phillip und Kammi mehr Bewegung und weniger Berührungsängste vor der Bühne, denn auf der Bühne punktrockt es gewaltig. Der Haussound ist gut, doch (wie fast immer in kleineren Locations) die Texte sind nur schwer zu verstehen; so bleibt es beim Ausdruck, bei der Performance und beim Gesamteindruck und da punkten KRAWEHL gewaltig – neue Platte kommt übrigens Sommer 2013.

Bereits im April 2013 wollen TURBOSTAAT ihren 5.Longplayer EINE STADT GIBT AUF bei Clouds Hill (da, wo auch aufgenommen wurde) veröffentlichen. Die Aufnahmen sind abgeschlossen und so konzentriert man sich zum Jahresende auf ein paar wenige, gut ausgesuchte „Mini“-Konzerte, u.a. auch in NRW. Die Band gab alles, war, wie ich im Gespräch nach dem Konzert raushörte, ein wenig angeschlagen, was man aber nicht merkte, (alte) abgezockte Profis halt… Die Songauswahl war ein Querschnitt aus dem bisherigen Schaffen (von Drei Ecken ein Elvers als ersten Stück bis Schalenka Hase als Rausschmeisser), zwischendurch ein neuer Song (irgendwas mit „Februar in Kandahar“) und natürlich das übliche Finale mit Harm Rochel, Vorman Leiss und Schwan. Was soll man sagen? Insgesamt großartig! Will mehr!!!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Advertisements