Moloch 2015 H.K.Z - Split

Da habe ich mich schon länger drauf gefreut: MOLOCH mit ihrem dritten Output im dritten Jahr. Es war eine gute Entscheidung, diese Split-10“ mit dem Berliner Duo H.K.Z. (Hate Kill Zerstreu) zu machen, weil die auf einhundert Exemplare limitierte Platte beide Bands von ihren besten Seiten zeigt.

H.K.Z. bieten knackigen Wave, englisch und deutsch vorgetragen, der mir tendenziell sogar sehr gut gefällt, aber durch die Englisch gesungenen Passagen ins Belanglose abrutscht. Und das obwohl mich die deutschsprachigen Parts voll überzeugen! „Auro“ klingt wie eine Mischung aus BOXHAMSTERS, JOY DIVISION und BLUMFELD, es hat Tiefe und Coolness und sorgt für gute Momente. Das zweite Stück von H.K.Z. ist dann allerdings komplett in Englisch gesungen und erreicht mich überhaupt nicht mehr, schade eigentlich…

Rausgeputzt haben sich MOLOCH, die nach zwei Tape-Veröffentlichungen endlich den Schritt ins gelobte Vinylland wagen. Zu hören gibt’s drei neue Songs, die den Wurzeln des Berliner Quartetts treu bleiben, aber kompositorisch wie produktionstechnisch der nächste Schritt nach vorne sind: so gut klangen MOLOCH noch nie! Das betrifft den Sound, meint aber auch die Texte und das Liederschreiben als solches: „Graue Szenen“ demonstriert den offensichtlichsten Unterschied, weil es einen richtig guten Mitgröhlrefrain hat, ohne dabei platt zu sein. Die Texte sind durchgehend politisch und sparen sich jegliche Kryptik: Klartext ist angesagt! Sollte man sich mal Live ansehen… / Marko Fellmann

elfenart.de
random-events-in-a-dying-universe.bandcamp.com

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