Kasablanka 2015 Kaputt

Ich hab´ alles kaputt gemacht und mit Rot nochmal korrigiert.“ Ich weiß, was sie jetzt denken und sie haben Recht! Vielleicht wäre es klüger gewesen einfach zu Hause zu bleiben und die Wunden zu lecken, die das Leben einem nun einmal beschert: Stillstand, Deppen, Arschgesichter sind alles, was man kriegt! Stattdessen treffen sich drei junge Menschen regelmäßig im Kölner Proberaum und fabrizieren Lieder über die Beschissenheit der Dinge, dem Morgen nach der wildesten Nacht und dem Tag vor dem einsamsten Abend: „Wenn hier jetzt alles gut ist, warum lächelst du dann nicht?!“. O.k. das sind alles irgendwie Beziehungstexte, von Liebesliedern sollte man in dem Zusammenhang wirklich nicht sprechen, wohl eher von rausgerotzter Psychohygiene, halb wund, halb vernarbt: selbst schuld, wenn man ständig den Schorf abknibbelt!

Kaputt“ ist das Vinyl-Debüt dieses neuen Kölner Trios: acht Lieder aufgenommen von Guido Lucas in der Mönchengladbacher bLUbOX. Stark verspätet veröffentlicht, da über die Bandcamp-Seite noch Geldspender gesucht und gefunden wurden. Jetzt gibt es die Platte zu kaufen und man kann davon ausgehen, dass die 300er-Auflage schnell vergriffen sein wird. Nämlich weil sich KASABLANKA mit diesen acht Liedern genau in die Schnittstelle zwischen CAPTAIN PLANET, KRAWEHL, GIULIO GALAXIS und TURBOSTAAT platzieren, oder lassen sie es mich mit der aktuellen Headline einer obsoleten Musikzeitschrift sagen: Punk lebt! / Marko Fellmann

random-events-in-a-dying-universe // 27:33 // kasablanka

Oder direkt bestellen per Mail: random-events.dying-universe@hotmail.com

Advertisements