2016-09-11-litbarski-s-t-ep

Wer hätte das gedacht? Ex-WELTRAUMSCHROTT-Chrischan überrascht aus der Tiefe des Raums wie einst Netzer. Das Ganze heißt allerdings LITBARSKI und hat mit Fußball wirklich gar nichts zu tun. Mit OMA HANS hingegen verbindet die drei Berliner nicht nur das Artwork, sondern auch der Gesangsstil. Wobei ich sagen muss, dass meine erste Assoziation KARMACOPTER war: guter Tip, zumal Van Dante hier gemixt und gemastert hat. Post-Hardcore mit deutschsprachigen Texten, die beschreiben, was sich beobachten lässt, im Privaten wie im Öffentlichen.

Hedwig“ porträtiert eine alte Dame („Was sie eigentlich will, dass man an sie denkt!“), musikalisch punkrockend mit ein bisschen Drama. „Piz Palü“ schließt ergänzend ab, was thematisch zum Lebensende passt („Wo die Alten nichts erzählen von alten Tagen oder Krieg.“). Melodisch wird es dann bei „Der große Shannon“, dass mit dem wiederholten „Sie warten nicht auf dich!“ Wiedererkennungswerte schafft. „Für Else“ eröffnet die B-Seite schwer groovend und positioniert sich fast schon resignierend („Deine verdammte deutsche Butter nimmt dir niemand vom Brot!“), wäre da nicht der Zorn des Sängers, der jede Zeile raus spuckt, als seien es Giftpfeile. Die Instrumentalnummer „Rumstehen 2000“ ist das kürzeste Stück der Platte, während „Rochelle Rochelle“ die Mini-LP mit einem wiederholten „Ich und meine Freunde!“ versöhnlich ausklingen lässt. Prima Debüt! / Marko Fellmann

elfenart records // 15:01 // litbarski

LITBARSKI auf Tour:

2016-09-30 Berlin

2016-10-01 Halle

2016-10-02 Brunswick

2016-10-07 Hamburg

2016-10-08 Rotenburg

2016-10-28 Köln

2016-10-29 Mönchengladbach

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