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Moloch

Review: MOLOCH – Fragmente (LP)

2016-11-11-moloch-fragmente-lp

Na also, wird doch: MOLOCH steigern sich kontinuierlich! Zum Einstand gab es Tapes, als Übergang eine Split-10“ und jetzt also die erste vollwertige LP „Fragmente“. Die beginnt instrumental und macht sofort die Weiterentwicklung des Berliner Quartetts deutlich. Aufgenommen wurde nämlich im Berliner KinskiNoize-Studio, übrigens bereits im September 2015, kurz bevor Gitarrist/Sänger Benni und seine Frau für ein Jahr nach Finnland zogen (hierzu gibt es Benni´s äußerst interessanten Bericht im aktuellen Trust). Der Sound und die Gesamtproduktion von „Fragmente“ sind deutlich besser als bei den bisherigen Veröffentlichungen, hinzu kommt, dass die Songs wie ein ICE an einem vorbei rauschen: alle 16 Lieder sind unter zwei Minuten!

Menschfunktion“ gab es bereits auf der Split mit H.K.Z. (2015), damals lediglich mit Gitarre und Gesang, jetzt steigt die Band mit ein. Der Titelsong „Fragmente“ dreht sich um unkritisches Konsumverhalten und bietet musikalisch eine gewisse Schrägheit gepaart mit hasserfülltem Gesang, erinnert mich wie einiges auf diesem Album ein wenig an EA80. Das hat viel mit dem Druck zu tun, den Dirk (der neue Bassist) und Simon (Schlagzeug) mit ihren Instrumenten erzeugen. „Automat“ und „Wein Doch“ gehen fließend ineinander über: würde man das sehr hübsch aufgemachte DIN A5-Textheft nicht lesen, fiele es einem nicht auf. „Nur ein Traum“ (einer von sieben Songs die von Gitarrist Ollie gesungen werden) handelt von Freundschaften, die sich über die Jahre geändert haben und bei der „Irrlicht“ singen Ralf und Andreas von TISCHLEREI LISCHITZKI. Absolution“ bietet ein packendes Ende: „Nichts ist vergeben, fast alles ist vergessen, vor dem Gefressen-Werden kommt das Fressen“. Starke Platte! / Marko Fellmann

randomeventsinadyinguniverse // elfenart // 24:43 // moloch

11.11. Dresden, L33 (+ Litbarski/OnOnOn u.a.), 12.11. Frankfurt, Verbündungshaus fforst
18.11. Hannover, Monster Records (+ Litbarski)
19.11. Magdeburg, Libertäres Zentrum (+ Litbarski)

Review: MOLOCH / H.K.Z. (Split-10“)

Moloch 2015 H.K.Z - Split

Da habe ich mich schon länger drauf gefreut: MOLOCH mit ihrem dritten Output im dritten Jahr. Es war eine gute Entscheidung, diese Split-10“ mit dem Berliner Duo H.K.Z. (Hate Kill Zerstreu) zu machen, weil die auf einhundert Exemplare limitierte Platte beide Bands von ihren besten Seiten zeigt.

H.K.Z. bieten knackigen Wave, englisch und deutsch vorgetragen, der mir tendenziell sogar sehr gut gefällt, aber durch die Englisch gesungenen Passagen ins Belanglose abrutscht. Und das obwohl mich die deutschsprachigen Parts voll überzeugen! „Auro“ klingt wie eine Mischung aus BOXHAMSTERS, JOY DIVISION und BLUMFELD, es hat Tiefe und Coolness und sorgt für gute Momente. Das zweite Stück von H.K.Z. ist dann allerdings komplett in Englisch gesungen und erreicht mich überhaupt nicht mehr, schade eigentlich…

Rausgeputzt haben sich MOLOCH, die nach zwei Tape-Veröffentlichungen endlich den Schritt ins gelobte Vinylland wagen. Zu hören gibt’s drei neue Songs, die den Wurzeln des Berliner Quartetts treu bleiben, aber kompositorisch wie produktionstechnisch der nächste Schritt nach vorne sind: so gut klangen MOLOCH noch nie! Das betrifft den Sound, meint aber auch die Texte und das Liederschreiben als solches: „Graue Szenen“ demonstriert den offensichtlichsten Unterschied, weil es einen richtig guten Mitgröhlrefrain hat, ohne dabei platt zu sein. Die Texte sind durchgehend politisch und sparen sich jegliche Kryptik: Klartext ist angesagt! Sollte man sich mal Live ansehen… / Marko Fellmann

elfenart.de
random-events-in-a-dying-universe.bandcamp.com

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